Rückgratblues

Ernster Blick, die Hände zur Raute,
doch im Kopf herrscht da Flaute?
denkst ständig, nee, das kann doch nicht sein,
doch was ich schreib, interessiert auch kein Schwein.
Sie ist noch der Boss von dem ganzen Schland hier,
ihr zuzuhören, ist ne Qual für Mensch und Tier,
das Rückgrat entfernt,
die Gesellschaft entkernt.
will retten die Welt,
wohl bis alles verfällt.

Anmerkung: Es heißt übrigens Rückgrat, nicht Rückrad oder etwa Rückrat, Mädels. Ein Grat, so wie die obere Kante eines Bergrückens! Interessanterweise beginnt man manchmal schon an sich selbst zu zweifeln, wenn man einen Fehler allzu häufig liest. Oder man übernimmt unbewusst die fehlerhafte Schreibweise, die sich unwillkürlich mit der Zeit einprägt. Natürlich nur bei ungefestigten orthographischen Kenntnissen, versteht sich. 😉

Zur Not behelfe man sich mit einer Eselinnenbrücke:

Kein Rad hab ich im Rücken,
sondern Gräten wie ein Fisch,
der gern schwimmt unter Brücken,
denn so hält er sich frisch.

Ich brauch jetzt aber erstmal ein Aspirin, irgendwie ist mir das Wochenende nicht bekommen …

2 Gedanken zu “Rückgratblues

  1. DarkLord 16. November 2015 / 18:15

    Wochenende nicht gut bekommen? Da war wohl der Blick zu tief – in das Glas? Oder ein gläserner Blick in die Runde?

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    • Max 16. November 2015 / 18:34

      Ähm, ja. Beides wohl zutreffend.

      Wenn wir schon untergehn,
      mit Mann und Maus,
      an Deck da bleib ich stehn,
      halt nen gepflegten Plausch,
      und sag: jetzt lob ich mir
      nen guten Rausch,
      so hält man’s aus.

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