In der Hitze des gestrigen Tages

Wenn sie ohne Feindeinwirkung umfallen, darf auch gern mal das Maskulinum im Titel verwendet werden. Apropos: Deutschland wird ja neuerdings in den Berliner Freibädern verteidigt. Wäre doch eine Gelegenheit, hitzegeplagte Rekruten/-innen dort zum Revier- und Patrouillendienst einzuteilen, somit einer sinnvollen Anschlussverwendung zuzuführen.

Putins bester Mann

Botschafter Melnyk war Putins bester Mann. Niemand hat so viel getan, um die Leute daran zweifeln zu lassen, ob die bedingungslose Unterstützung der Ukraine, inklusive Waffenlieferungen für umme, wirklich so eine gute Sache ist und wohin es führen mag, wenn man dem pöbelnden Botschafter eines kleinen Staates, der ohnehin jede erdenkliche Sympathie und Hilfe genießt, hier in einem Gastland erlaubt, in der Innenpolitik den Zuchtmeister zu geben. Melnyk könnte glatt ein russischer Agent gewesen sein, der den expliziten Auftrag hatte, durch hasserfüllte Provokationen gegen angeblich zu russlandfreundliche deutsche Politiker eine trotzige Gegenreaktion in der deutschen Bevölkerung hervorzurufen, die vielleicht naiverweise Dankbarkeit für bereits gewährte Unterstützung, jedenfalls keine neuen Schuldzuweisungen erwartet hatte. Wenn es sein Plan war, die Bevölkerung der ukrainischen Sache zu entfremden und im Gegenzug eine Solidarisierung mit den als russlandfreundlich geschmähten Politikern zu erreichen und für russische Argumente, geschweige denn deutsche Interessen zu sensibilisieren, dann war seine Strategie ziemlich wirkungsvoll. Eine allzu menschliche Reaktion.
Doch was für ein Armutszeugnis für die Scholz-Administration, der es nicht möglich bzw. nicht erlaubt war, einen kleinen Botschafter, der mit seinen Ausfällen über Monate gegen jegliche diplomatischen Etikette verstieß, schnellstmöglich auszuweisen, so wie es in jedem normalen bzw. souveränen Staat passiert wäre. Peinlich und armselig, aber auch über diese Personalie wurde andernorts entschieden …
Mittlerweile ist er von Selenskyj abberufen worden, doch aus den Tiefen des Twitter-Universums schießt er weiterhin zielsicher seine Giftpfeile auf jeden BRD-Repräsentanten ab, der nicht auf transatlantischer Linie und somit auf Kriegskurs ist. Es bleibt wie immer spannend …

Fliegender Wechsel

Ziemlich schlau: Nachdem Bushido die Verbindung zu seinem früheren Paten, dem Oberhaupt einer stadtbekannten Berliner Großfamilie, gelöst hat, hat er sich nun in Gestalt des Bundespräsidenten gewissermaßen einen neuen Paten auserkoren. Ist ein cleverer Schachzug, wie ich finde: Die an sich nur symbolische Ehrenpatenschaft gewinnt nun durch die mediale Verbreitung in der Öffentlichkeit erst an Bedeutung. Es kommt in den Augen des Publikums einer Adelung gleich. Wer würde es ab jetzt noch wagen, den Vater von Steinmeiers Patenkind anzugreifen oder anzuklagen? Egal, ob Richter oder Straßenkrieger. Dürfte mit einigem Risiko verbunden sein, denn das Amt des Bundespräsidenten könnte sonst Schaden nehmen. Das wäre peinlich für die „Demokratie“. Hoffen wir, dass „Don Franko“, der die Ehrenpatenschaft für einen Drilling, nämlich das siebtgeborene Kind Bushidos, übernimmt, sich damit nicht übernommen hat und dass er sich vor allem seinen Aufgaben und Pflichten als „Ehrenpate“ einer aufstrebenden neuen deutschen Großfamilie bewusst ist. Denn Ehrenpatenschaft, wie der Name offenbar schon sagt, bedeutet: Es sollte ihm eine Ehre sein, dass Bushido nebst Gattin gerade ihn als Paten ausgewählt haben …