Was tun?

Nun haben die Opec-Staaten, insbesondere Saudi-Arabien und Russland, eine heftige Förderkürzung für Erdöl bekanntgegeben, damit der Preis für Erdöl wieder schön in die Höhe schießt, obwohl doch Scholz erst bei seiner jüngsten Betteltour auch bei den Saudis war, wo er dem Kronprinzen untertänigst eine Waffenlieferung kredenzt und dann gehofft hatte, die Saudis würden ihre Lieferungen ausweiten und ihm gegen die Russen beistehen. Ich kann mir nicht helfen, aber Scholz sieht bei diesen Betteltouren auch schon aus wie ein getretener Hund. Man hat regelrecht Mitleid mit ihm. Kein Wunder, dass der saudische Kronprinz so jemandem am liebsten einen Tritt in den Allerwertesten verpasst, lächelnd natürlich. Der unwürdige Bittsteller wird aus dem Palast gejagt. Habeck hat ja auch schon seinen Bückling gemacht und vergeblich gewinselt, man möge ihm Flüssiggas geben. Wo war das gleich? Ach ja, in Katar. Oder diese bescheuerte Aktion mit Wasserstoff aus Kanada … Peinlich, nur noch peinlich sind diese deutschen Politiker … Die merken es nicht, dass nicht Russland, sondern sie selbst es sind, die isoliert sind.
Dieses Land stinkt. Es war schon vorher, lange vor Corona, im Kern verfault und aufgegeben. Jetzt läuft alles schief. An der Spitze eine sozialistische Regierung, die gegen unsere Interessen handelt und völlig freidreht. Es hat auch keinen Sinn mehr, irgendwelche aktuellen Geschehnisse oder Entwicklungen in diesem Land zu kommentieren, weil man sich einfach nur von morgens bis abends daran abarbeitet und am nächsten Morgen wieder irgendeine neue Meldung sieht, bei der man nur noch schreien könnte … Ich sehe mich auch nicht mehr in der Lage dazu. Es ist einfach zu belastend und in jeder Hinsicht nutzlos, denn obwohl dich der ganze Irrsinn hierzulande förmlich anspringt, auch wenn man um alle staatsnahen Medien einen Bogen macht, wird sich eh nichts ändern. Die Menschen sind leider in der Mehrzahl tatsächlich so dumm, dass sie die Schweine beißen. Am Wochenende in Niedersachsen werden sie als gute Demokraten mehrheitlich sicherlich wieder dieselben Parteien und Gestalten wählen, die für unseren Niedergang verantwortlich sind. Weiter so, jetzt ist es egal.

Nord Stream 1/2 – Abgesang

Mit ziemlicher Sicherheit dürften die Amerikaner bei der Sprengung der Nordstream-Pipelines ihre Finger im Spiel gehabt haben oder sogar direkt verantwortlich sein; befreundete Geheimdienstkreise, insbesondere aus Polen und der Ukraine, dürften unterrichtet oder beteiligt gewesen sein. Für völlig absurd halte ich hingegen die reflexartig geäußerte Behauptung in den bundesdeutschen Staatsmedien, die Russen selbst hätten im Zuge einer sog. False-Flag-Operation ihre eigenen Pipelines zerstört. Wenn man ein Szenario annimmt, in dem die Russen – in der jetzigen Kriegsphase, in der die Russen weiß Gott andere Probleme haben – ihre eigenen Pipelines sprengen, dann wäre mit Sicherheit auch die gerade eröffnete Gaspipeline Baltic Pipe zwischen Polen und Norwegen betroffen gewesen, die die Nordstream-Stränge quasi kreuzt. Pipelines von Feindstaaten hätte man in einem solchen Fall sicherlich nicht unberührt gelassen, denn man hätte alles in einem Rutsch irgendwelchen Klimaterroristen oder anderen Schurken in die Schuhe schieben können.
Es ist völlig widersinnig anzunehmen, Putin würde befehlen, seine Pipelines in die Luft zu jagen, um (zusätzliche) Verwirrung und Unsicherheit im Westen zu stiften, zumal, wenn man sich daran erinnert, wieviel Anstrengungen und materiell-technischen Aufwand es die Russen damals gekostet hat, die Verlegung trotz der verschärften US-Sanktionen abzuschließen. Da schaden sich die Russen selbst und nehmen sich die Möglichkeit, die Gaslieferungen zukünftig wieder aufzunehmen und als Verhandlungsmasse einzusetzen? So viel Dämlichkeit wäre höchstens von Deutschen zu erwarten…
Für viel wahrscheinlicher halte ich daher eine präventive Kommandoaktion von Seiten oder mit Unterstützung der US. Erstens haben die Amerikaner die technischen und militärischen Fähigkeiten für eine solche verdeckte Operation. Zweitens haben die Amerikaner nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie Nord Stream 2 unter allen Bedingungen verhindern würden. Angesichts der absehbaren Energienot in Deutschland und der zuletzt zunehmenden Forderungen in der deutschen Bevölkerung nach einer Öffnung von Nordstream 2 hat man jetzt Fakten geschaffen. Man schlägt zwei (oder drei) Fliegen mit einer Klappe. Mit einer Sprengung der Pipelines ist jede auch nur entfernte Aussicht auf eine Eröffnung von Nordstream 2 bzw. Wiederaufnahme der Erdgaslieferungen über Nord Stream 1 von vornherein ausgeschlossen. Man schädigt die Russen (möglicherweise sind die Pipelines irreparabel zerstört; aufgrund der Sanktionen könnten sie vermutlich auch nicht instand gesetzt werden) und schließt den einzigen, wenn auch nur theoretisch bestehenden Ausweg für die Deutschen, in Zukunft noch mal – unter einer anderen Regierung oder in einem beruhigten politischen Klima – günstiges Erdgas aus Russland zu beziehen und ihre Volkswirtschaft nebst Bevölkerung noch irgendwie zu retten. Das will ja im Grunde niemand. BRD-Regierungskreisen kann es auch recht sein, denn sie stehen jetzt nicht mehr vor dem Dilemma, sich für die verweigerte Öffnung von Nord Stream 2 rechtfertigen zu müssen.
Wenn man’s dann den Russen in die Schuhe schieben kann, um so besser. Das beugt der beginnenden Kriegsmüdigkeit vor.

Irrlichter und Fixsterne

Anregende Diskussion im Kontrafunk:
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/talkshow/irrlichter-und-fixsterne/irrlichter-und-fixsterne-folge-12

Matthias Matussek und Rüdiger Safranski streiten über den Ukraine-Krieg. … Matussek und Safranski sind befreundet, aber vertreten völlig gegensätzliche Meinungen und argumentativ fliegen die Fetzen. Vielleicht schreibe ich später noch was dazu …

Haubitzen

Bei den deutschen Panzerhaubitzen in der Ukraine, sieben an der Zahl, soll es auch schon Mängel und Verschleißprobleme geben. Kann ich mir aus verschiedenen Gründen gut vorstellen, auch wenn die meisten Nachrichten und Meldungen (von beiden Seiten) wahrscheinlich erlogen sind. Und die Munition für den Flugabwehrpanzer, Gepard, passt angeblich auch nicht, jetzt muss Patrone für Patrone nachgearbeitet werden. Nicht sehr sinnig, komplexe Waffensysteme zu liefern, mit denen die Empfänger nicht vertraut sind; wenn man kein Personal ordentlich ausbildet und im verschleißschonenden Umgang unterweist, kann man das Gerät auch gleich selbst verschrotten. Gut, man wollte die Kisten natürlich schnell an die Front bringen und losballern, bis die Schwarte kracht … Pech, da müssen die Deutschen halt nachliefern.

Nebenbei …

Im Radio, einer dieser eintönigen Berliner Sender, wo ständig Hits in Heavy Rotation laufen, was ich gelegentlich im Auto höre, läuft seit ein paar Wochen ein politischer Werbespot, ich hab den schon zweimal gehört, also wird er offenbar oft gesendet, und der geht so:
Eine Mädchen-, also weibliche Kleinkinderstimme sagt in akzentfreiem Deutsch: „Ich will nicht, dass alle immer sagen, als Ausländer kannst du hier sowieso nichts werden.“ So so. Alle sagen das immer. Finde den Fehler.
Es gibt noch andere Sprüche in Variationen, aber der ist bei mir im Kopf haften geblieben, weil der so unverschämt dreist daherkommt und eine freche, geradezu hetzerische Unterstellung enthält, die die Wirklichkeit quasi wie auf einem Filmnegativ in invertierten Farben abbildet. In der S-Bahn, die ich seit langer Zeit mal wieder genutzt hatte, hingen eingerahmte Propagandaplakate, auf denen vorgebliche ausländerfeindliche Klischees und Vorurteile stehen, die man den Deutschen hierzulande pauschal immer unterstellt. … Na ja, eigentlich kein Wunder, wo wir jetzt so eine engagierte (Anti-)Diskriminierungsbeauftragte haben. Die wird den Kartoffeln schon noch ordentlich einheizen …

Was man gegen Unwohlsein tun kann

Einfach mal vor die Tür gehen und tief durchatmen. Wenn man sich bei einem Konzert unwohl fühlt, weil einige Musiker dieser Band Rastalocken oder exotische Kleidung tragen oder fremdländisch klingende Sounds spielen … Wenn man sich als Konzertbesucher davon gestört fühlt, warum verpisst man sich nicht einfach, warum verlässt man dann nicht einfach diese als anstößig empfundene Darbietung? Schon komisch, man kann doch jederzeit weg, wenn einem der Anblick der Musiker oder die Musik nicht gefällt.
Und warum bricht der Veranstalter dann ab, obwohl die Stimmung super ist und offensichtlich niemand sonst ein Problem hat. Nur weil ein, zwei oder drei Leuten, einer Minderheit also, das nicht gefällt?
Weil es rückgratlose Mollusken sind? Oder weil es hier nicht um Befindlichkeiten geht? Sondern um was? Mal nachdenken … „kulturelle Aneigung“ – aha. Hieß es nicht immer, wir sind so offen und tolerant, daher kann man alles sein, was man will? Gibt es denn einen besseren Beweis für kulturelle Offenheit, wenn man fremde ethnokulturelle Elemente übernimmt, adaptiert, annimmt und integriert – so als Gegensatz zur „Deutschtümelei“? Nein, falsch. Dem Deutschen steht es nur zu, Schlager oder Marschmusik zu hören oder vielleicht elektronisch zu musizieren – in Lederhose und mit streng militärischem Kurzhaarschnitt. Damit man immer weiß, mit wem man es zu tun hat.

In der DDR erhielt übrigens mal eine Rockband Auftrittsverbot, weil der Sänger sich weigerte, sich seine lange Mähne kürzen zu lassen. Der Aufnahmeleiter einer Jugendsendung hatte ihn aufgefordert, sich die Haare schneiden zu lassen. Lange Haare waren ja verpönt und nicht gern gesehen, wegen der Verderbtheit der vermuteten westlichen Einflüsse auf die Jugend. Bis zu einem gewissen Grade wurde es toleriert, aber in einem solchen Fall – offene Verweigerung eines Kniefalls – hatte man ausgespielt.
Da sich der Sänger dem befohlenen Haircut widersetzte, wurde die Band vom Aufnahmeleiter gecancelt und nach Hause geschickt. Ein Jahr später stellten sie einen Ausreiseantrag. War damals eine meiner Lieblingsbands, lange gab es sie ja deswegen leider nicht …

Putins bester Mann

Botschafter Melnyk war Putins bester Mann. Niemand hat so viel getan, um die Leute daran zweifeln zu lassen, ob die bedingungslose Unterstützung der Ukraine, inklusive Waffenlieferungen für umme, wirklich so eine gute Sache ist und wohin es führen mag, wenn man dem pöbelnden Botschafter eines kleinen Staates, der ohnehin jede erdenkliche Sympathie und Hilfe genießt, hier in einem Gastland erlaubt, in der Innenpolitik den Zuchtmeister zu geben. Melnyk könnte glatt ein russischer Agent gewesen sein, der den expliziten Auftrag hatte, durch hasserfüllte Provokationen gegen angeblich zu russlandfreundliche deutsche Politiker eine trotzige Gegenreaktion in der deutschen Bevölkerung hervorzurufen, die vielleicht naiverweise Dankbarkeit für bereits gewährte Unterstützung, jedenfalls keine neuen Schuldzuweisungen erwartet hatte. Wenn es sein Plan war, die Bevölkerung der ukrainischen Sache zu entfremden und im Gegenzug eine Solidarisierung mit den als russlandfreundlich geschmähten Politikern zu erreichen und für russische Argumente, geschweige denn deutsche Interessen zu sensibilisieren, dann war seine Strategie ziemlich wirkungsvoll. Eine allzu menschliche Reaktion.
Doch was für ein Armutszeugnis für die Scholz-Administration, der es nicht möglich bzw. nicht erlaubt war, einen kleinen Botschafter, der mit seinen Ausfällen über Monate gegen jegliche diplomatischen Etikette verstieß, schnellstmöglich auszuweisen, so wie es in jedem normalen bzw. souveränen Staat passiert wäre. Peinlich und armselig, aber auch über diese Personalie wurde andernorts entschieden …
Mittlerweile ist er von Selenskyj abberufen worden, doch aus den Tiefen des Twitter-Universums schießt er weiterhin zielsicher seine Giftpfeile auf jeden BRD-Repräsentanten ab, der nicht auf transatlantischer Linie und somit auf Kriegskurs ist. Es bleibt wie immer spannend …