Der ist dann auch weg …

Heute bei Roland Tichy gelesen, dass Harald Martenstein beim Tagesspiegel rausgeflogen ist. Harald Martenstein war noch der letzte brillant schreibende Mohikaner in der Systempresse, von dem ich seit vielen Jahren immer wieder gern was gelesen habe. Auch ein hervorragender Erzähler, nicht linientreu, sondern Selbstdenker. Alle anderen Kolumnisten und Autoren, deren Artikel mich gelegentlich dazu verführt haben, mal in Tageszeitungen und Zeitschriften zu blättern, die man sonst nur in die Tonne treten kann, weil überall derselbe Quatsch drinsteht, sind sowieso längst aus den Redaktionen verschwunden. Klonovsky, Fleischhauer, Wendt, Broder, Roland Tichy natürlich usw. usf. Gut, aber niemand hätte solch ein gleichförmiges Presseorgan noch abonniert, nur weil da ein bestimmter Autor oder Kolumnist ab und zu mal gegen den Strich schreiben darf. Der Trend zur Gleichschaltung und ideologischen Säuberung in den offiziösen Medien scheint ohnehin unaufhaltsam, obgleich man sich in einigen Redaktionen vermutlich noch bemühen wird, eine Art betreuter Meinungspluralität zu simulieren, in gewissen Grenzen natürlich, denn man darf schließlich kein Wasser auf die Mühlen …
Andererseits kann es für die freien Medien wiederum nur von Vorteil sein, wenn ein Harald Martenstein vielleicht bei einem reichweitenstarken Portal wie Tichys Einblick oder der Achse des Guten oder anderswo schreibt, wo er mit Sicherheit sein dankbares neues Publikum finden würde.

Wenn der Faschismus wiederkommt …

… dann zeigt er ein hübsches Gesicht. Das muss natürlich auch so sein. Es kann keine wutverzerrte Fratze sein, aus der mit geifernder, sich überschlagender Stimme hasserfüllte Tiraden gegen Ungehorsame, Ungeimpfte oder Lkw-Fahrer abgefeuert werden. Das sieht man nur in billigen Filmen oder Dokus. Es muss das Gesicht eines Schönlings wie Trudeau oder eines Schwiegersohntyps wie Macron sein. Jemand, dem man „es“ nicht zutraut. So gesehen war ein Trump auch eher harmlos, denn das weibliche Publikum fand ihn naturgemäß nicht sexy, die Soccer-Moms mochten ihn nicht. Nicht allein, aber maßgeblich emotionalisierte Frauen machen Diktatoren. Orientierung an Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeit waren immer schon Eckpfeiler zur Errichtung von Diktaturen. Die sahen eben alle mal gut aus, diese Kryptofaschisten, und Frauen, auch wenn sie es nicht zugeben, himmeln solche Typen an und beeinflussen indirekt auch das männliche Publikum. Die Masken fallen irgendwann, aber dann ist es zu spät. Anderenfalls würde man sich nicht über den wahren Intentionen dieser Gestalten bzw. ihrer Strippenzieher täuschen lassen. Die bittere Pille des Totalitarismus ist so leichter zu schlucken, faschistoide Maßnahmen sind leichter zu akzeptieren und die Spaltung der Gesellschaft leichter zu verkraften oder sogar zu begrüßen, wenn so ein netter, sympathischer Mensch mit einem verständigen Lächeln oder einem Nachdenklichkeit simulierenden Gesicht in frischem Ton verkündet, man habe es ja im Guten versucht, aber bei diesen protestierenden Quertreibern werde man ab jetzt kein Pardon mehr geben – das sagt dann immer am besten jemand, dem die Frauen vertrauen. Bei uns natürlich anders: keine Gefahr.

Umzug

Bin jetzt mit diesem Blog zur WordPress-Plattform umgezogen, wie man sieht. Citronimus.de als Hauptdomäne existiert natürlich noch, wird aber hierher weitergeleitet, also sollte im Grunde alles weiter reibungslos laufen bzw. abrufbar sein. Ich hoffe, dass beim Export und Import keine Daten verloren gegangen sind. Der Umzug erfolgte aus Praktikabilitätsgründen; es gibt natürlich immer Vor- und Nachteile, auf einer Plattform zu bloggen, statt selbst zu hosten … Aber mal schauen, wie sich das anlässt.

Gott ist ungeimpft …

Da sich die Hoffnung auf eine Rückkehr zu einer wie auch immer gearteten Normalität, die Wiedererlangung einst gewohnter Freiheiten und allgemeines Seelenheil vorerst trotz hoher Impfraten und breiter Akzeptanz experimenteller mRNA/Vektor-Injektionen nicht erfüllen will, geraten nun die Ungeimpften ins Visier unserer Machthaberinnnen. Es geht nicht um gesundheitliche Fragen, dies sollte man bedenken. Ginge es um gesundheitliche Gefahren, hätte man innerhalb der letzten anderthalb Jahre vielleicht Krankenhäuser und Intensivstationen personell und materiell auf- und nicht abgerüstet, anstatt allabendlich die Covid-Heulboje hochlaufen zu lassen. Man hätte den Fokus auf die Behandlung der tatsächlich symptomatisch Erkrankten mittels antiviraler Medikamente und Therapien gelegt, anstatt die Bevölkerung in Dauerpanik zu halten und flächendeckend jeden, der bei drei nicht auf den Bäumen ist, mit unzureichend erprobten neuartigen Substanzen zu spritzen, deren bislang erfasste Folgen und Nebenwirkungen – für jedermann leicht zu recherchieren – bereits derart gravierend sind, dass man sie unter regulären Bedingungen wohl niemals zugelassen hätte. Weiterlesen

Frisch auf!

Wenn man den Deutschen aus gegebenem Anlass nachsagt, sie würden an sinn- und aussichtslosen Konzepten fanatisch festhalten, so wie sie aussichtsloser Situation noch verbissen bis zur letzten Patrone gekämpft haben oder hätten, was angesichts weitgehender Wehruntüchtigkeit der pazifizierten Nachwendegenerationen natürlich ein antiquiert anmutender Vergleich, aber eine einprägsame, aus nachvollziehbaren Gründen gern gebrauchte Metapher ist, muss man bedenken, dass den meisten Deutschen in Ost wie West seit frühester Kindheit jeglicher Widerstandsgeist ausgetrieben und Gehorsam gegenüber der demokratischen Obrigkeit buchstäblich eingeimpft wurde. Folgsamkeit ist ausreichend, Fanatismus ist nicht erforderlich, zuweilen gar kontraproduktiv.

Sinniges …

Der Kalte Krieg war aus heutiger Sicht ein Segen, ein Geschenk der Geschichte an uns. Er sorgte für Stabilität und Wohlstand im Westen und für ein kulturelles, geistiges Überleben oder schlicht für Bestandswahrung der Völker im Osten. Eine Gnadenfrist, die allein der Konkurrenz der Ideologien und Wirtschaftssysteme geschuldet war, deren Antagonismus letztlich doch nur konstruiert und vorgegaukelt war.

Tick, tick …

Der verordnete Volkszorn steigt. Wie lange lässt sich die Volksgemeinschaft die Tyrannei der Ungeimpften noch bieten, bevor es zu spontanen Ausbrüchen von Notwehr gegen die frech gewordenen Ungeimpften kommt? Die Säuberung aller Lebensbereiche der Gesellschaft von mRNA-Ungeimpften, Leugnern der einzigen Wahrheit, Verweigerern des einzig Richtigen und allen anderen sozialschädlichen Elementen dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Wer in Staat, Funk und Fernsehen hätte nicht Verständnis dafür, wenn die Geduld der vollimmunisierten und -demokratisierten Volksgenoss*innen, die unter dem Druck der tyrannischen Ungeimpften ächzen, allmählich erschöpft ist? Diese toxischen, zumeist männlichen Elemente in unserer Mitte haben keine Nachsicht verdient, sie wollten es ja nicht anders. Vorwärts immer, rückwärts nimmer …

Weit …

… mehr als Corona interessiert mich die Instrumentalisierung von Corona. Das Virus ist nur das kleinere der beiden Übel. Aus der Warte der Staatsgewalt ist das eigentliche Problem nicht die Ansteckung, sondern die Gehorsamsaufkündigung durch Teile der Gesellschaft, deren Nicht-Unterwerfung unter die staatlichen Vogaben. Die hasserfüllten Kampagnen gegen sogenannte Impfverweigerer gründen nicht in irgendeiner Sorge, sondern in Machtgier und Kontrollwut. Dasselbe erleben wir deshalb auch gegenüber den sogenannten „Klimaleugnern” (allein der Begriff erzeugt in mir jenen amüsierten Ekel, mit welchem man Cioran zufolge die menschlichen Dinge überhaupt betrachten sollte).

Dass die westlichen Staaten von den Parteien und jene wiederum mehrheitlich von den Globalisten gekapert worden sind – in der bekannten Allianz mit den linken Internationalsozialisten –, weshalb ihr gemeinsames Programm auf die allmähliche Ausdünnung und schließliche Abschaffung der europäischen Nationen hinausläuft, rückt jede ihrer angeblich humanitären Maßnahmen und Inzidenz-Schreiereien ins Zwielicht autoritärer Machenschaften. Was die Bundesregierung nach sechzehn Merkel-Jahren auf dem politischen Kerbholz hat, rechtfertigt jedes Misstrauen gegen den Staat und die politische Klasse. Nach einem kurzen freiheitlichen Intermezzo, dessen Ursache im Wesentlichen die abschreckende Existenz des sozialistischen Terrorsystems war, zu dem der Westen die Alternative bildete, stehen wir am Anfang einer neuen, smarten Tyrannei, die sich, wie ich hier seit Langem litaneie, nicht auf eine sogenannte Pandemiebekämpfung beschränken wird. Mit den technischen Möglichkeiten der KI und der Genetik wird diese Tyrannei über Mittel gebieten, wie sie noch nie einem Herrschaftssystem zu Diensten standen. Mit dem Virus (und seinen Nachfolgern), dem Klimawandel, dem Rechtspopulismus und dem Islam verfügt sie über Drohkulissen, vor deren Hintergrund sie die demokratischen Schäfchen ins autoritäre Gatter treiben wird.

Exzellenter Eintrag aus dem elektronischen Tagebuch von Michael Klonovsky, den man in voller Länger hier einsehen kann:  https://www.klonovsky.de/2021/11/5-november-2021/